Naturfasern
















 
 
Baumwollkapsel ©mahirart-shutterstock.com 
 





 




 

Baumwolle

Die Baumwollfaser, die in verschiedenen Stoffen im Shop enthalten ist, stammt aus kontrolliert biologischem Anbau und ist somit frei von umweltbelastenden Chemikalien. Der Bio-Faser Anbau erfolgt unter Einhaltung strenger Schadstoffgrenzwerte, des Gewässerschutzes und einem umweltverträglichen Energie- und Abfallmanagement. 

Baumwolle ist die am meisten produzierte Naturfaser der Welt, da sie kostengünstig hergestellt werden kann und eine gute Hautverträglichkeit aufweist. Allerdings ist sie sehr anspruchsvoll im Anbau. Die herkömmliche für Schädlinge und Schimmelbildung sehr anfällige Baumwolle wird massiv mit Pestiziden behandelt. Diese finden sich nach der Produktion in der Kleidung wieder, die großteils direkt auf der Haut getragen wird. Auch der Wasserverbrauch im konventionellen Baumwollanbau ist immens. Beim kontrolliert biologischen Anbau wird auf den Einsatz von Chemikalien zu Gunsten natürlicher Methoden und Substanzen verzichtet, welche die Umwelt nicht schädigen wie z.B. der Fruchtfolge und organischem Dünger. Es wird Rücksicht genommen auf Ökosysteme und den natürlichen Wachstumsprozess der Baumwolle. Der Wasserverbrauch ist 95% geringer als im konventionellen Anbau, da auf den ökologisch bewirtschafteten Plantagen meist mit Tröpfchenbewässerung gearbeitet wird. In der Regel wird die Baumwolle statt von Maschinen von Hand geerntet, wobei auf sozialverträgliche Arbeitsbedingungen wie faire Entlohnung der Arbeiter und sichere Arbeitsbedingungengarantiert werden. Umwelt und Arbeitnehmer werden dadurch spürbar entlastet. Trotzdem ist der Anteil der biologisch angebauten Baumwolle noch immer verschwindend gering.

Baumwolltextilien haben eine weiche Oberfläche und lassen sich auch angenehm auf der Haut tragen. Sie besitzen eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme, sind pflegeleicht, strapazierbar und damit langlebig. Ein weiterer Vorteil ist die Hitzebeständigkeit. Baumwolle erlaubt die hygienische Reinigung bei hohen Temperaturen.
 
Im Shop finden Sie Baumwollmischungen mit Milchfaser, Soja, Minze, Bambus, Lyocell, SeaCell™, Crabyon®, Hanf, CottonX und Bemberg™ Cupro.








 

 

Hanf

Hanfpflanzen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde. Sie sind schnell wachsend, pflegeleicht, aufgrund ihrer Robustheit einfach und problemlos zu züchten und vollständig nutzbar. Hanfanbau ist per se ein biologischer Anbau, denn er benötigt nicht nur wenig Wasser (erheblich weniger als Baumwolle), sondern ist auch durch seine Cannabinoide resistent gegenüber Insektenbefall und Krankheiten. Hanffasern sind chemisch unbelastet, da auf den Einsatz von Schadstoffen verzichtet werden kann.

Durch ihren schnellen Wuchs beschattet die Pflanze den Boden und entzieht dem Unkraut das Licht und damit die Chance sich auszubreiten. Sein verzweigtes Tiefwurzelsystem lockert verdichteten Boden auf. Hanf produziert mehr Biomasse als jede andere heimische Nutzpflanze. Meist ist Hanf trotz allem nicht kbA-zertifiziert, da die GOTS-Standards eher auf Baumwolle ausgerichtet sind. So wird der auf kleinen Flächen ohne Schadstoffe angebaute Hanf bei der Kostenstruktur des Labels nicht berücksichtigt.

Die sehr stabile Hanffaser zeichnet sich durch einen feinen natürlichen Glanz aus. Da es sich um isolierfähige Hohlfasern handelt, sorgen Hanftextilien für eine natürliche Wärmeregulierung an heißen wie an kalten Tagen. Hanf kann außerdem mehr als ein Drittel seines Gewichts an Feuchtigkeit absorbieren, diese aber auch schnell wieder abgeben, was im Sommer ein kühlendes Tragegefühl bewirkt. Seine Widerstandsfähigkeit, Langlebigkeit und Strapazierbarkeit machen ihn zu einer nachhaltigen Alternative für die Herstellung robuster, angenehm zu tragender Kleidung. Durch seine dauerhaft antibakterielle Wirkung und den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel im Anbau sind Hanftextilien auch für Allergiker geeignet. Die antibakteriellen Eigenschaften hemmen die Entstehung von Gerüchen. Auch gegen Pilze und Motten ist Hanf unempfindlich und benötigt diesbezüglich keine zusätzliche Behandlung. Im Vergleich zu anderen Stoffen weist Hanf bei ähnlicher Stoffdichte einen höheren UV-Schutz auf.

Im Shop finden Sie Hanfmischungen mit Bambus und Baumwolle. 




 













 
                Hanfpflanze ©LiliGraphie-istockphoto.com







 
 















 

Ramiepflanze ©blurandblur-shutterstock.com






 

Ramie

Ramie, auch Chinagras genannt gehört neben Baumwolle und Leinen zu den ältesten Pflanzenfasern und wird schon seit 3000 Jahren als Kulturpflanze in China angebaut. Die Ramiepflanze gehört zur Familie der Nesselgewächse, die dem Leinen ähnelt, aber etwas aufwändiger in der Herstellung ist. Das Hauptangebiet ist Asien bzw. China mit etwa 90% der Weltproduktion. Trotzdem wird Ramie bisher nur in unbedeutenden Mengen gewonnen.

Ein großer Vorteil der anspruchslosen Pflanze ist, daß sie 5-8 Mal im Jahr geerntet werden kann und völlig ohne Pestizide auskommt. Sie benötigt keine Bewässerung und ist resistent gegen Schädlinge. Eine Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch und liefert ca. zwanzig Jahre lang Fasern aus reiner Zellulose. Auch das Bleichen der feinen, von Natur aus schneeweißen, Faser mit umweltschädlichen Substanzen entfällt. Die hochwertigen reißfesten Ramiefasern sind ca. zweimal dicker als Leinen- und Hanffasern und ca. achtmal stärker als hochwertige Baumwollfasern. Nach dem Ablösen der Rinde bzw. Entholzung der Pflanze gelangt man an die darunterliegenden Bastfasern. Danach müssen durch Kochen in einer Lauge noch in den Fasern enthaltene, aber unerwünschte gummiartige Stoffe entfernt werden. Danach können sie zu den derzeit feinsten am Markt erhältlichen Garnen aus Bastfasern gesponnen werden.

Die Reißfestigkeit dieser Garne ist deutlich stärker als Garne aus Baumwollfasern. Textilien aus Ramie besitzen einen schönen seidigen Glanz, sind sehr hochwertig, stabil und widerstandsfähig. In Mischungen mit anderen Garnen erhöhen sie Glanz und Reißfestigkeit dieser Stoffe. Ramie ist sehr saugfähig und sorgt für ein gutes Trageklima bei hohen Temperaturen. Es ist daher gut geeignet für z.B. Hemden und Blusen. Ramie ist jedoch nicht elastisch.

Im Shop finden Sie Ramiemischungen mit Bambus und Baumwolle.






 

 

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